Im Einzugsbereich des Zweckverbands weiterführender Schulen Landkreis München Südost ist wegen der Überfüllung der Realschule Neubiberg und der prognostiziert steigenden Schülerzahlen der Neubau einer Realschule notwendig. Als geeignete Standorte sind die Gemeinden Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn ermittelt worden, wobei Höhenkirchen als geeigneter eingestuft wurde.

Die Schule wird vom Zweckverband gebaut und finanziert, das dafür nötige Grundstück muss die Gemeinde zur Verfügung stellen. In Höhenkirchen-Siegertsbrunn wurden zwei mögliche Standorte identifiziert:

- Neben dem Gymnasium auf dem jetzigen Sportplatz des Gymnasiums. Dazu müssten der Sportplatz für beide Schulen auf die Südseite des           Kirchenwegs.

- Neben der Erich-Kästner Grund- und Mittelschule am Ortsrand der Brunnthaler Straße

Im Frühjahr 2019 hat der Gemeinderat Höhenkirchen-Siegertsbrunn dazu eine Entscheidung gefällt:
Die Gemeinde stellt dem Zweckverband das Grundstück für die Variante an der Brunnthaler Straße zur Verfügung.
Dazu wurde zuerst über den Standort am Bahnhof abgestimmt: 10-11 abgelehnt (Für: 5 x CSU, 1 x AFW, 3 x UB, 1 x Grüne, Gegen: 3 x CSU, 2 x Grüne, 6 x SPD)
Dann wurde über den Standort an der Brunnthaler Str. abgestimmt: 14-7 angenommen (Für: 3 x CSU, 2 x Grüne, 6 x SPD, 3 x UB, Gegen: 5 x CSU, 1 x AFW, 1 x Grüne)

 

Realschule in Hhenkirchen Siegertsbrunn

 

In jedem Fall muss das Gymnasium erweitert werden. Auch ist beabsichtigt, dessen Sportplatz zu vergrößern, wobei noch unklar ist, ob dies zwingend umzusetzen ist. Bei der Lösung am Bahnhof würde jedenfalls diese Erweiterung realisiert, während bei anderen Lösungen (Brunnthaler Straße oder Hohenbrunn) diese Erweiterung noch auf den Prüfstand käme.

Bei der Variante der Realschule an der Brunnthaler Straße wäre eine Mitnutzung des dort vorgesehenen Sportplatzes durch das Gymnasium vorgesehen.

Alternative Bahnhofsplatz:

Schulcampus am Standort Ost (Bahnhofsplatz) mit gemeinsam genutzten Bereichen (Verpflegung u. Sport) u. Veranstaltungssaal

- gemeinsam genutzte Mensa

- gemeinsam genutzter Veranstaltungsbereich Gymnasium (UG) (analog Gymn. Alt. 2 Saal ohne Sportnutzung)

- Realschule: Dreifachturnhalle, Nutzung eines Hallenteils durch Gymnasium

- gemeinsam genutzte Außensportanlagen (einschl. 400 m Rundlaufbahn) südlich des Kirchenwegs

- gemeinsam genutztes Parkdeck

- Nähe S-Bahnhof
Von der Planungsfirma veranschlagtes Budget für den Zweckverband (ohne Grundstückskosten): Erweiterung Gymnasium: 35 Mio €, Realschule: 68 Mio €, Gesamt: 103 Mio €

Alternative Brunnthaler Straße:

Zwei getrennte Schulstandorte (Gymnasium Ost, Realschule West) mit gemeinsamen Nutzung v. Sportflächen

- Gymnasium: Basiserweiterung mit eigener Mensa

- Gymnasium: keine weitere Sporthalle, Nutzung Hallenteil Realschule.

- Realschule: Dreifach-Sporthalle, Nutzung eines Hallenteils durch Gymnasium
- Realschule: eigene Mensa

- Realschule: Außensportanlagen einschl. 400-m-Bahn Nutzung mit Gymnasium

- Fußweg rd. 1,0 km mit Kreuzung Bahnlinie (beschrankter Übergang) und Kreisstraße M10

Von der Planungsfirma veranschlagtes Budget für den Zweckverband (ohne Grundstückskosten):  Erweiterung Gymnasium: 33,4 Mio €, Realschule: 92,2 Mio €, Gesamt: 125,6 Mio €

Für und Wider der Varianten

Für die jeweiligen Varianten und damit gegen die andere Variante sprechen:

Alternative Bahnhofsplatz

Alternative Brunnthaler Straße

Keine zusätzliche Belastung der Brunnthaler Straße

Keine zusätzliche Belastung der Bahnhofstraße an der Bahnschranke

Sportplatzerweiterung am Gymnasium, damit kein 900-Meter-Anmarsch zu manchen Sportunterrichtsstunden

Potentielle Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung des Sportplatzes und Sporthalle der Realschule und der Erich-Kästner-Schule (muss durch Gemeinde finanziert werden)

Gemeinsame Mensa-Nutzung durch Realschule und Gymnasium

Potentielle Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung der Mensa der Realschule und der Erich-Kästner-Schule (muss durch Gemeinde finanziert werden)

Erhalt des Ortsbildes an der Brunnthaler Straße

Erhalt des Ortsbildes am Kirchenweg

Direkte Erreichbarkeit durch die S-Bahn und öffentliche Busse

Größerer Freiraum für spätere Erweiterung

Deutlich geringere Kosten des Zweckverbands
(je nach Schüleranzahl ein Anteil auch durch
die Gemeinde zu finanzieren)

Etwas schnellere Umsetzbarkeit, da Änderung des Flächennutzungsplans bereits angestoßen und Genehmigung des Ministeriums erteilt

Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten) für Realschüler deutlich näher

 

Veranstaltungssaal

 

Geringere Grundstückskosten für die Gemeinde

 

Weniger Flächenverbrauch

 

 

Unabhängige Bürger für ein

lebenswertes Höhenkirchen-Siegertsbrunn